Hohes Potenzial in der Digitalisierung der Transport-, Reise- und Logistikunternehmen

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Das hat eine aktuelle Studie der Management Consultants Horváth & Partners herausgefunden. In einer Umfrage unter den Topmanagern der Branche des deutschsprachigen Raums galt es zu untersuchen, wie sich die Digitalisierung der Geschäftsprozesse zur Zeit darstellt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Frage, welche Möglichkeiten es gibt, mithilfe der Digitalisierung die Prozesse und Warenströme so weit zu optimieren, dass erfolgreiche Unternehmen die Nase vorn haben.

Eines der erstaunlichsten Ergebnisse ist, dass es sich bei entsprechenden Projekten der einzelnen Unternehmen viel zu oft um Einzelaktionen zur Optimierung einzelner Arbeitsbereiche handelt:

Ein Geschäftsprozess wird untersucht und auf eine digitalisierte Form umgestellt. Eine umfassende Gestaltung der Prozesse des Unternehmens mit verzahnten Vorgängen bleibt in der Regel jedoch aus. Damit wird eine umfangreiche Ressource nicht genutzt, um am Markt bestehen zu können. Unternehmen anderer Branchen machen mit einem integrierten Betriebsmodell vor, wie man das Unternehmen so organisiert, dass alle Prozesse digital dargestellt und ausgeführt werden können.

Die Studie identifiziert vier Schwerpunkte der zukünftigen Entwicklung:

  • Vernetzung,
  • vorausschauende Datenanalyse,
  • Automatisierung und
  • einen direkten Kundenzugang.

 

Digitalisierung im Betriebsmodell nicht vorgesehen

In der Hälfte der untersuchten Betriebsmodelle ist eine Strategie zur Nutzung der Digitalisierung bisher nicht zu erkennen. Damit hat man sich offenbar noch nicht auf die großen Möglichkeiten automatisierter Prozesse fokussiert. Aber auch die Unternehmen, die hier etwas weiter sind, beklagen erhebliche Defizite. Immerhin haben 39 Prozent der befragten Unternehmen aus der Logistik- und Transportbranche die erforderliche IT-Kompetenz und entsprechende Human Ressources aufgebaut und so ein Fundament für eine zukünftige digitale Prozessführung für das gesamte Unternehmen gelegt. Trotzdem sind in vielen Fällen die erforderlichen Säulen wie aus der Strategie entwickelte Verantwortlichkeiten, ein Steuerungskonzept und die dazugehörigen Instrumente, eine definierte Organisationsstruktur und transparente Prozesse erst rudimentär installiert.

 

Den digitalen Blick in die Zukunft richten

Wer auf Dauer den veränderten Bedingungen am Markt nicht hinterherlaufen möchte, ist immer stärker darauf angewiesen, den analytischen Blick nicht nur in die Vergangenheit zu richten. Es reicht nicht aus, zu beschreiben, was ist und was war, wenn das Unternehmen nicht nur auf Veränderungen von außen reagieren, sondern vorausschauend und innovativ handeln möchte. Wer hier gerade unter den Bedingungen eines enormen Preisdrucks nicht abgehängt werden möchte, ist gezwungen, die riesigen Potenziale zu nutzen, die sich aus einer Automatisierung der Geschäftsprozesse ergeben. Durch die Abstimmung formalisierter und für alle Beteiligten transparenter Prozesse ist es oft schon in der Aufstellung der verschiedenen Bereiche des Unternehmens möglich, die Abzweigungen und Umleitungen zu erkennen, die den Transport von Menschen und Waren unnötig aufhalten. Ein sorgfältig durchdachtes Betriebsmodell birgt die Möglichkeit in sich, die verschiedenen Ressourcen zu vernetzen und damit zu einer besseren Auslastung bei reduzierten Kosten zu kommen.

Den Kunden so wichtig nehmen, wie er ist

Die digitale Welt hat den Kunden viele Möglichkeiten eröffnet, sich ohne übermäßigen Aufwand zu informieren und die besten Konditionen für sich zu erreichen. Was vor einiger Zeit nur durch aufwendige Angebotseinholung möglich war, ist heute mit ein paar Mausklicks erledigt. Diverse Vergleichsportale stehen im Internet für die verschiedenen Segmente der Transport-, Reise- und Logistikbranche zur Verfügung. Auch der Privatkunde findet hier immer zuverlässiger das optimal auf ihn zugeschnittene Angebot. Daher gehört es zu den strategischen Aufgaben der Branche, die Kontaktpunkte zu den Kunden an vornehmster Stelle zu besetzen. Eigene Apps, die Nutzung optimierten Inhalten gehören zum Instumentarium und werden den Unternehmen von Fachleuten angeboten. Die kontinuierliche Nutzung der sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Xing wird zu einem Muss, um jederzeit im Bewusstsein der Kundschaft verankert zu sein. Nur so gelingt es, „die Markenwahrnehmung und Kundenbetreuung selbst zu steuern“, ist sich Dr. Björn Bohlmann sicher. Er ist Leiter des Competence Centers Transportation, Travel & Logistics sowie Partner bei Horváth & Partners.

Ihr Team von NTU Nürnberger Transportunternehmen GmbH

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